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...zwischen Deutschland und Polen sind im Moment so schlecht wie seit Ende des Kalten Krieges nicht mehr...

Sddeutsche Zeitung Nr. 221/Seite 33 Montag, 25 September 2006 jetzt – das Magazin fr den 25. September 2006

jetztgedruckt | Macht | 24.09.2006 19:00
(4 Kommentare)
Von Grenzverschiebern und Kartoffeln
von katarina-bader
Seite 1
Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen sind im Moment so schlecht wie seit Ende des Kalten Krieges nicht mehr: Zuerst schmollte der polnische Pr酲ident Lech Kaczynski, weil eine deutsche Zeitung ihn als „Polens neue Kartoffel“ bezeichnet hatte. Dann war sein Zwillingsbruder, Premierminister Jaroslaw Kaczynski, sehr erzrnt ber die Ausstellung „Erzwungene Wege“ in Berlin, die unter anderem die Vertreibung von Deutschen aus dem Gebiet des heutigen Polens dokumentiert. Laut Kaczynski vertuscht die Ausstellung, dass die Deutschen im Zweiten Weltkrieg die Angreifer waren und die Polen die Opfer. Einige Mitglieder der rechtskonservativen polnischen Regierung wollen nun die Rechte der deutschen Minderheit in Polen einschr鄚ken. Premier Kaczynski hat sich zwar inzwischen davon distanziert und die Regierungskoalition brach am Donnerstag auseinander, aber die Verst鄚digung bleibt schwierig. Was denken junge Polen, die im Spannungsfeld zwischen den beiden L鄚dern leben, ber den Konflikt? Drei Statements.
Katharina, 27 Jahre, stammt aus einem Dorf bei Opole

Ich habe deutsche Vorfahren und bin in Oberschlesien aufgewachsen. [...]
Es gibt in Oberschlesien nur noch wenige Menschen, die sich als Deutsche fhlen. Ich glaube deshalb nicht, dass es schrecklich w酺e, wenn wir im Parlament keine eigenen Vertreter mehr h酹ten.[...]

Andrzej, 25 Jahre, ist in Breslau aufgewachsen. Er studiert in Bielefeld BWL
[...] In fast jeder polnischen Familie gibt es einen Gro腩ater oder eine Gro羥utter, die von den Deutschen ins KZ oder als Zwangsarbeiter verschleppt wurde. Diese Menschen haben die Deutschen als T酹er erlebt, nicht als Opfer. Aber ich erkl酺e in Polen die ganze Zeit vergeblich, dass Frau Steinbach in Deutschland total unwichtig ist.

Andersrum muss ich die Deutschen dann wieder davon berzeugen, dass die meisten jungen Polen die Kaczynski-Brder und ihre nationale Regierungskoalition v闤lig bescheuert finden. Die Kaczynskis sind zwar keine Nazis oder so, aber sie sind sehr altmodische, verbohrte Politiker, die zu dem modernen, weltoffenen Polen, das ich kenne und mag, nicht passen[...]


Maria, 21 Jahre, studiert in Krakau Literaturwissenschaft und wird ab Oktober in Erlangen ein Auslandssemester machen

Die meisten Studenten und Intellektuellen in Polen hassen die momentane Regierung richtig. Sie sagen, dass die Kaczynski-Brder naiv, nationalistisch und provinziell seien. Ich finde man muss das differenzierter sehen. Ich habe diese Regierung zwar auch nicht gew鄣lt, aber ich verstehe die Leute, die sie gew鄣lt haben [...]
Ich bin auch, genau wie die Kaczynskis, gegen diese Vertreibungs-Ausstellung in Berlin. So eine Ausstellung sollte, wenn berhaupt, nur von deutschen und polnischen Historikern zusammen gemacht werden. Aber es ist falsch, wenn die polnische Regierung vom Bund der Vertriebenen auf „die Deutschen“ schlie腷[...]

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/338655

http://jetzt.sueddeutsche.de/kommentare/338655

Bensheim, Bia豉 Rawska, Bia造stok, Frankfurt-Bornheim, Hohenheim, Krak闚, Nowa Huta, Nowa Ruda, Rawka, Strzelin, Tarn闚, Warszawa, Wroc豉w, 皋ry
wtorek, 26 wrze郾ia 2006, kultur

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